2016



Themen 2016: Signaturen ausgewählter Kräuter, Sträucher und Bäume

ÜBERBLICK


Überblick SIGNATUREN apb – Stand 1. Juni 2017

Bäume/ Sträucher


SB1        Holunder
SB2        Weide
SB3        Linde
SB4        Fichte/ Weisstanne
SB5P      Planetenbaum Eiche
SB6        Vogelbeere
SB7P      Planetenbaum Buche
SB8P      Planetenbaum Esche
SB9P      Planetenbaum Kirsche
SB10P    Planetenbaum Ulme
SB11P    Planetenbaum Ahorn
SB12P    Planetenbaum Birke
SB13      Buchsbaum
SB14      Eibe
SB15      Haselstrauch
SB16      Lebensbaum
SB17      Lärche
SB18      Nussbaum

SB19      Rosskastanie

18 mal Bäume und Sträucher



Kräuter

SK1        Brennnessel
SK2        Mädesüss
SK3        Schafgarbe
SK4        Goldrute
SK5        Johanniskraut
SK6        Beifuss
SK7        Rossminze/ Minze
SK8        Wegwarte
SK9        Schöllkraut
SK10      Gundelrebe


10 mal Kräuter



Theorie


ST1         Signaturen Paracelsus
ST2         Signaturen Rudolf Steiner
ST3         Signaturen Kranich/ Keidel-Joura
ST4         Signaturen Vorübung Baumkommunikation
ST5         Signaturen Baumkommunikation als Signatur
ST6         Signaturen Theorie nach O. Rippe
ST7         Signaturen Gesamtschauversuch
ST8         Signaturen Planeten/ Bäume

8 mal Theorie



SB19 Signatur Rosskastanie


Aussehen
Bei der Rosskastanie handelt könnte es sich um ein Venenmittel handeln, welches z. B. bei Krampfadern eingesetzt werden kann. Wenn man ihre Äste mit Venen vergleicht, so ist diese Indikation deutlich erkennbar, denn es auf ihrer Außenseite sind wie aufgemalt Venenklappen zu erkennen, von denen sich jeweils zwei gegenüber liegen.

Früchte
Die Früchte haben eine igelförmige grüne Schale mit derber Haut, in der sich die dunkelbraunen glänzenden Kastanien befinden. Die Oberfläche der Kastanien ist in frischem Zustand samtig schmeichelnd. Auf den Früchten befindet sich ein weisser Fleck, der sogenannte Nabelfleck. Man trug früher die Früchte bei sich im Hosensack, um den „Wolf“ zwischen den Beinen beim Wandern zu vermeiden. Oder als Hilfe bei Hamorrhoiden. Manche Zeitgenossen schwärmen für die Früchte gegen Rheuma und Gicht. Sie können nämlich beim „Auf-sich-tragen“ Wärme erzeugen.

Die Schutzfunktion ist bei der stacheligen Schale unübersehbar.
Kleingeschnittene Früchte könnten auch zum Waschen von Kleidungsstücken gebraucht werden. Sie enthalten Saponine.

Pflanze/ Blatt/ Blüten
Die ganze Pflanze hat stark aufrichtende Kräfte. In der Blattstruktur sind konzentrierende Kräfte auszumachen. Die Pflanze hilft einem niedergeschlagenen Menschen, sich aufzurichten und auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Die Kerzen leuchten den Weg dazu aus.

Inhaltsstoffe
Zu den Wirkstoffen gehört auch Aesculin. Aesculin besitzt fluoreszierende Eigenschaften. Dies kann man sehr gut erkennen, wenn man einen Kastanienzweig in ein Glas Wasser taucht und das Wasser unter der Schwarzlichtlampe betrachtet. Aesculin dient der Planze als Sonnenschutz – es absorbiert UV-Strahlen – und wird auch in Sonnenschutzmitteln eingesetzt.

Bachblüten
Die Nr. 7 der Bachblüten unterstützt die Lernfähigkeit und die Fähigkeit, Dinge zu realisieren. Sie hilft dabei, Erfahrungen zu verarbeiten und nicht immer wieder dieselben Fehler zu machen. Eine weitere Bachblüte unter dem Namen White Chestnut hat auch ihren Ursprung in der Rosskastanie. Es ist die Nr. 35. Sie bringt geistige Ruhe und Klarheit und stoppt Selbstgespräche und innere Dialoge.

Planeten
Die Rosskastanie ist dem Jupiter zugeordnet wegen der aufrechten Blütenstände und der Venus aufgrund der weißen bis rosaroten Blüten, der üppigen Blütenbildung und der Wirksamkeit bei Venenleiden.

Standort
Die Kastanie ist ein guter Schattenbaum. Früher wurden auf den Kühlkellern der Brauereien Kastanienbäume geplanzt, damit sie im Sommer die Keller beschatten konnten.. Mit ihren flachen Wurzeln und der ausladenden Krone waren sie ideal, um die Keller vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Später wurde dann unter den Kastanien Bier ausgeschenkt, so entstanden die ersten Biergärten.

ST8 Signaturen - Planeten/ Bäume


Sonne, Mond und Sterne in dein Leben lassen



Ich wünsche dir du mögest das spürbare Universum in dir tragen.

Ich wünsche dir:..



…die Sonne in deine Phantasie
für Freude, Zufriedenheit und Glück in deinem alltäglichen Leben.
Hol dir die Kraft der Esche, der Sonne unter den Bäumen.



…den Mond in deine innerste Welt
für Gefühle, Jugend und Weichheit in deinem sinnlichen Sein.
Hol dir die Kraft der Kirsche, dem Mond unter den Bäumen.



…den Mars in deinen Willen
für Härte, Stärke und Durchsetzungskraft in deiner geistigen und moralischen
Verantwortung.
Hol dir die Kraft der Eiche, dem Mars unter den Bäumen.



…den Merkur in deinen Geist
für Beweglichkeit, echte Freundschaft und Kommunikation in deiner umfassenden Weltsicht.
Hol dir die Kraft der Ulme, dem Merkur unter den Bäumen.



…den Jupiter in dein Verhalten gegenüber deinen Mitmenschen und der Mitwelt
für Grosszügigkeit, Toleranz und Milde in deiner Rolle innerhalb des
Lebensgefüges.
Hol dir die Kraft des Ahorns, dem Jupiter unter den Bäumen.



…die Venus in dein Liebesleben
für innere und äussere Schönheit, tiefe Zärtlichkeit und Liebreiz für dich und in
deiner Partnerschaft.
Hol dir die Kraft der Birke, der Venus unter den Bäumen.



…den Saturn in deine Verantwortung
für Gradlinigkeit, Rückgrat und Weisheit in deiner Stellung innerhalb der sozialen
Ordnung.
Hol dir die Kraft der Buche, dem Saturn unter den Bäumen.



…den Uranus in dein Bedürfnis nach Selbstverwirklichung
für Emanzipation, Ausbruch aus der Norm und dem Mut, Neuland zu betreten in
deiner integren  Persönlichkeit.
Hol dir die Kraft der Fichte, dem Uranus unter den Bäumen



…den Neptun in deine Spiritualität
für Hellhörigkeit, Achtsamkeit und der Gnade, dem Urinstinkt in unbekannte
Dimensionen zu folgen in deinem magisch - mythologischen Weltverständnis.
Hol dir die Kraft des Holunders, dem Neptun unter den Sträuchern.



…den Pluto in deinen Anteil  ewigen Bewusstseins,
für die Annahme des Unabänderlichen, das Hinter- dir- lassen von altem Ballast bis zur letzten Konsequenz, um immer wieder neu zu werden in deiner  Ganzheitlichkeit.
Hol dir die Kraft des Efeus, dem Pluto unter den holzbildenden Gewächsen.



…die Fixsterne in deine Hoffnung,
für unendlich viele Lösungen deiner endlichen Probleme, Sorgen und Nöte in deiner Vergangenheit, deiner Gegenwart und deiner Zukunft.
Hol dir die Kraft der Linde, des allumfassenden Prinzips der Liebe unter den  Gewächsen.



Rolf Zingg, 2017, arbeitsstelle prakt.biologie
Version 170530

SB 18 Signatur Nussbaum (Walnussbaum)

Aussehen/ Farbe
Der Baum strahlt eine grosse Kraft aus. Er braucht sehr viel Platz und verlangt einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Man betrachtete in vielen Kulturen die Früchte als Speise der Götter. Vielerorts wurde bei der Geburt eines Stammhalters ein Nussbaum in der Grube mit der Plazenta gepflanzt.
Die starke Wirksamkeit der Pflanze wird auch durch die intensive Farbe der Blätter ausgedrückt.

Verhalten/ Geruch
Der Geruch des Nussbaums bringt oft einen schweren Kopf. Es gibt Gegenden (auch in der Schweiz), in denen der Volksmund sagt, man solle sich nicht längere Zeit unter einem Nussbaum aufhalten, und ja nicht einschlafen. Das könne zum Tod führen. Tatsache ist, dass Pflanzen und Insekten den Nussbaum meiden.
Intensiv duftende Salben aus den Blättern wurden gegen innere Würmer und bei Hauterkrankungen eingesetzt.
Der Duft der geräucherten Walnussblätter hat leicht betäubenden Charakter. Sanft eingesetzt erfahren wir die klärenden Eigenschaften und können uns entscheiden bei Entscheidungsunfähigkeit. (Auch in der Bachblütentherapie wird der Nussbaum dafür gebraucht). Stark eingesetzt kann der Duft uns sehr rasch lähmen und behindern. Vorsicht bei Schwangerschaft oder Epilepsie.

Blätter
Heute wird medizinisch gesehen alles Mögliche daraus gewonnen: Mittel gegen Diabetes, Rachitis, Rheuma , Entzündungen, Ekzeme, Krampfadern, Karies, Mage- und  Darmstörungen, Würmer und Haarausfall. Aber auch Präparate für die Stärkung des Herzens, zur Beruhigung, Blutreinigung und Entschlackung werden gemischt und Parfüms komponiert.
Es kann ein Mittel gegen Flöhe, Wanzen, Läuse und Milben aus den Blättern hergestellt werden.

„Nuss“
Die „Nuss“, die eigentlich eine Steinfrucht ist, wurde immer wieder mit Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit, Lust und körperlicher Liebe in Verbindung gebracht. Interessanterweise ist diese genau  in zwei exakt gleiche Hälften geteilt, und durch ein holziges Nusskreuzchen aufgegliedert. Das  Richterschwert teilt gerecht. Die Waage balanciert die Mitte aus. So ist die Frucht auch heute noch eine wesentliche Hilfe in Zeiten der Entscheidungsunfähigkeit. Die Nuss hilft beim „Klaren Denken“. Die Früchte mit ihren hochungesättigten Fettsäuren verhelfen dem Menschen zu einer geregelten Funktion der Gehirntätigkeit. Dabei werden Stimmungsschwankungen ausgeglichen und Willensstärke gefördert.
Walnussblätter, Rinden und Nussschalen werden auch zum Färben gebraucht. Gedörrte grüne Schalen werden als Pfefferersatz gebraucht.

Holz
Das Holz weist eine wundervolle, lebendige Zeichnung auf. Es ist sehr wertvoll. Gerade recht für die Arbeit von Künstlern, wie Bildhauer, Schnitzer oder Möbelbauer. Es gibt keine Schwielen beim Bearbeiten.

SB17 Signatur Lärche


Lebensweise
Die Lärche streift ihr Nadelkleid im Herbst ab. Das ist ungewöhnlich für einen Nadelbaum.  Eine Wachsschicht auf den Nadeln sorgt ja dafür, dass diese  weniger Wasser über ihre ohnehin schon drastisch verkleinerte Blattfläche verlieren. Die Lärche ist an besonders kalte Gebiete angepasst, an Hochgebirge und den hohen Norden, wo die Frosttrockenheit besonders stark ist. Da sind auch die normalerweise bei Nadelbäumen üblichen Anpassungen nicht mehr ausreichend, um den Winter unbeschadet zu überstehen. Die Lärche ist also notfalls an Extreme angepasst. Sie vermittelt Hoffnung und Vertrauen an ein Weiterleben nach dem Winter. Loslassen und Neubeginnen, das ist ihr Leben.

Duft, Harz/ Aussehen
Das Harz  bzw. das Lärchenöl wird ebenso wie die Räucherung mit den Nadeln eingesetzt für die Reinigung der Umgebung. Alle Komponenten wirken entspannend und lösend bei Husten, Schnupfen und Muskelschmerzen. Sie vermitteln auch eine gewisse Fröhlichkeit, wie wir es von einem zartgliedrigen Lichtbaum erwarten. Festaute und fehlgeleitete Energie wird befreit und neue Kraft fliessen gelassen. Das reinigt Körper, Geist und Seele. Das vertieft die Atmung. Das wird auch ein Zaubermittel sein gegen Rheuma und Gicht.

Geschmack
Die Nadeln haben einen leicht bitteren Geschmack, sie sind süss-sauer und herb. Trotzdem werden junge Triebe gerne in den Frühjahreswildsalat mit eingebunden. Sie wirken so auf die Verdauung, wahrscheinlich aber auch auf Leber, Galle und Nieren.


Planetenzuordnung
Die Lärche steht in Beziehung zum Planeten Merkur (Luftigkeit), zum Saturn (Zähigkeit) und zum Jupiter. Damit sind zum einen Wirkungen im Bereich der Müdigkeit und Abgespanntheit, bei Nervenschwächen, aber auch bei Störungen der Leber, Galle und der Nieren zu erwarten, zum andern aber auch bei rheumatischen Erkrankungen, bei Knochenproblemen, gar bei Knochenwachstumsstörungen.
Innerlich verhärtete Menschenerfahren durch die Begegnung mit einer Lärche oft eine Art von Befreiung. Der Druck schwindet.

Holz
Lärchenholz ist witterungsbeständig und hat einen hohen Heizwert. Förster sagen, es sei das harzreichste Holz überhaupt. Viele Menschen finden, dass sie in Wohnungen, Zimmern und Möbeleinrichtungen, die in Lärchenholz geschaffen sind, viel Wärme und Geborgenheit, aber auch Ruhe und Ausgeglichenheit erfahren.
Lärchenholz in der Hand soll gegen Minderwertigkeitskomplexe wirken. Mal ausprobieren!

Farbe
Die Lärche bildet Nadeln in einem frischen, hellen, luftigen Grün aus. Viele Menschen werden fröhlich und glücklich und fühlen sich frisch und frei, wenn sei durch Lärchenwälder wandern können.

SB16 Signatur Lebensbaum

Aussehen/ Standort
Der Lebensbaum (Thuja) wird bis zu 20 m hoch. Seine Gestalt bleibt schmal und strebt pyramidenförmig nach oben, die dünne, locker belastete Krone wächst kegelförmig mit schmaler runder Spitze und aufwärts gerichteten Zweigen. Die Borke ist orangebraun und längsrissig. Die Äste sind waagrecht verzweigt. Die auf den Flächen der Äste stehenden Blätter tragen auf dem Rücken einen Drüsenhöcker, der warzenförmig aussieht - ein Signaturhinweis auf die Indikation von Warzen. Sie sind auf der Blattunterseite hellgrün bis gelblich gefärbt.

Die Pflanze ist immergrün und leicht giftig.

Wie alle immergrünen Pflanzen ist Thuja ein Unsterblichkeitssymbol. Sie gilt als Baum des Lebens und des Todes, weshalb man sie gerne auf Friedhöfen ansiedelt. Als im 15. Jahrhundert in Europa verbreitet wurde, man habe den Baum des Lebens in Fontainebleau gefunden, meinte man, endlich das Kraut gegen den Tod gefunden zu haben, was unter den heilkundigen in ganz Europa großes Aufsehen erregte.

Bei seiner stolzen, fast arokratischen Erscheinung könnte man denken: Er bewahre vor chaotischer Ausuferung der Lebensantriebe. Seine stolze Grösse vermittelt geschlossenes Aufstreben trotz der viel verzweigten Äste, die als Signatur für viele kreative innere Impulse stehen können. Der Baum vermittelt ausdauernde Lebenskraft (immergrüne Pflanze) und bewahrt vor allem vor überschießenden „Wucherungstendenzen“ und vor Grenzüberschreitungen.

Der hohe Samenanteil lässt die Thuja manchmal optisch schnell bräunlich werden, weil die Pflanze in manchen Jahren übermäßig viele weibliche Zapfen produziert. Eine vermehrte Fruchtbildung kann auch Indikator für einen unzureichenden Standort oder erschwerte Wuchsbedingungen der Thuja sein. Auf jeden Fall haben wir es hier mit einem ungeheuren Lebens- und Überlebenswillen zu tun. Deshalb sicher ist der Name „Lebensbaum“ klar angebracht.

Geschmack/ Geruch
Das Thujon, auch enthalten im Salbei, Wermut und  Rainfarn  wurde  Wermutlikör beigemengt, was allerdings bei  entsprechendem Missbrauch zu schweren psychischen Schäden bei den Betroffenen führte. Früher wurde der Lebensbaum als Wurmmittel und zur Abtreibung verwendet.

Ich denke, dass äusserliche Einreibungen bei Gicht und Rheuma angezeigt werden könnten. Z.B. in Form einer Salbe oder Crème.


Holz
Das Holz des Lebensbaumes, wie auch das der Zedern und Zypressen, wurde auf Grund seiner großen Haltbarkeit im Altertum als Bauholz verwendet. Der Abendländische Lebensbaum kam 1596  und der Morgenländische Lebensbaum im Jahre 1752 nach Europa. Mit dem Holz dieser Pflanzen sind gute Erfolge gegen Kleidermotten zu verzeichnen. Versuche mit grünen Zweigen wären sicherlich ebenso vielversprechend.


Farbe/ Zuordnung/ Planeten
Der Lebensbaum ist nach Rudolf Steiner in die Kategorie blattbetonte Pflanzen einzuordnen und damit dem Bereich Haut/ Atmung/ Blut, also dem rhythmischen System zuzuordnen. Damit kämen Salbenanwendungen auch Husten und Problemen mit dem Atemsystem zugute. Vielleicht könnte man stark verdünnt das ätherische Thuja-Öl zur Hautreizung und Durchblutungsförderung gegen rheumatische Schmerzen anwenden.

Wieweit man mit inneren Anwendungen gehen könnte sollte man mit grosser Vorsicht angehen und mit entsprechenden Fachpersonen abklären.

Die Zuordnung zu den Planeten ist ziemlich eindeutig: Saturn bzw. Pluto sind hier richtig.

Die saturnalenThuja-Zweige eignen sich zum Verräuchern auf Kohle und auf einem Stövchen. Die Thuja verströmt beim Räuchern einen warmen waldigen, reinigenden Duft. Die Thuja oder Lebensbaum wird als Reinigungsräucherung verwendet. So wurden früher Totenzimmer oder Grabstätten mit Thuja ausgeräuchert um die Atmosphäre von dem schlechten Geistern zu reinigen.


Verhalten
Die hohe Schnittverträglichkeit und das Wiederaustriebsvermögen nach Schnitt machen die Thuja zur idealen Heckenpflanze. Durch regelmäßiges Schneiden können Thuja in nahezu jede erdenkliche Form gebracht werden. Das bedeutet aber auch Anpassung seitens der Pflanze. Die ideale Partnerpflanze geistig- seelischer Art in festgefahrenen Situationen.


SB15 Signatur Haselstrauch



Aussehen
Die Hasel ist ein sehr anpassungsfähiger, mehrstämmiger, von Lebenslust strotzender Stauch mit essbaren Früchten. Sie wird bis 5 m hoch und  kann z.B. durch Stecklinge vermehrt werden – was ihren unerschütterlichen Willen sich fortzupflanzen unterstreicht. Nicht umsonst hat man den Strauch immer wieder mit Fortpflanzung und Sexualität in Verbindung gebracht.
Die mittelalterliche Benediktinerin Hildegard von Bingen bezeichnete die Haselpflanze als Sinnbild für Wollust und Sünde, Auch heute gilt die Haselnuss in manchen Ländern noch als Glücksbringer in Sachen Liebe und Fruchtbarkeit. Zahlreiche Sprüche und Redewendungen beweisen dies: "in die Haseln gehen" (für ein heimliches Rendezvous), "viel Hasel, viel Kinder ohne Vater" oder "der ist aus der Haselstaude entsprungen".
Corylus stammt übrigens von griech. „corys“ = Maske, die Blättchen umhüllen die Nuss wie eine Maske oder wie die Vorhaut die Eichel des Mannes. Und die jugendlichen Triebe der Pflanze: elastisch, saftig und kräftig wie der erigierte Penis.

Blätter
Als blattbetonte Pflanze könnte sie in den Bereichen Atmung (Husten?), Blut-/ Blutkreislauf/ Herz (herzförmige Blätter) und – oder im Bereich der Haut eine Rolle spielen. Die Bitterstoffe der Blätter könnten auf positive Eigenschaften bezüglich Verdauung andeuten.

Kelten
Der Haselnussstrauch war bei den Kelten hoch geschätzt. Sie nannten ihn COLL. Er gehörte zu den wichtigsten Heckenpflanzen. Dazu muss man auch wissen, dass eine Hecke früher ganz andere Bedeutung hatte, als heute. Sie galt als Grenze zum wilden Land, zum Urwald und zu nicht kultivierten Bereichen. Hinter der Hecke begann das Land der wilden Tiere, der Gespenster, der Gnome, Elfen und Feen. In diese Welt wagten sich nur Menschen, die magisch aufgeladen waren – es war die Welt der Druiden, Schamanen, Kräuterkundigen und der Hexen. Das Wort Hexe leitet sich vom Wort Hagezusse ab, was soviel bedeutet wie, „das Weib (Zussa) im Hag (Hecke)“.
Die Hexe war also eine Frau, die in der Hecke saß, eine Zaunreiterin. Diese Bedeutung bezieht sich darauf, dass es den heil- und zauberkundigen Frauen möglich war, zwischen den Welten (Diesseits – Jenseits, reale Welt – Anderswelt) zu reisen. Der Haselnussstrauch war daher auch ein wichtiger Eingang in die Anderswelt – bei ihm öffnen sich die Pforten.

Die Kelten glaubten zudem an die weissagende Kraft der Haselnuss. Die Todesstrafe wurde zudem ausgesprochen, wenn jemand eine Hasel, das Gefäss des Wissens, fällte. „Drei Wesen ohne Atem sind nur mit atmenden Wesen zu zahlen, ein Apfelbaum, eine Eiche und ein Haselnussstrauch“, hiess es bei den Iren.

Inhaltsstoffe der Nüsse
Die Nuss wirkt fettig. Die Essentiellen Fettsäuren sind wichtig für unser Gedächtnis. Die Schale ist hart wie unser Schädel. Nervennahrung?

Ruten
In Kreisen von Pendlern und Radiästheten gilt das Holz als bestens energieleitend und der Glaube an die Hasel als Wünschelrute blieb bis ins 17. Jahrhundert allgemein verbreitet und hat sich bis mancherorts bis heute erhalten. Man wollte Schätze, Metalladern und Quellen damit aufspüren.
Man quickte damit das Vieh, wenn es erstmals auf die Weide getrieben wurde, um deren Fruchtbarkeit anzuregen.  
Auch galten kleine Haselzweige, an der Kopfbedeckung getragen, als wertvolle Glücksbringer. Seeleute nahmen kleine Stücke mit an Bord als Amulette gegen Schiffbruch.

Nüsse
Aufgrund der Sexualsymbolik der Pflanze und speziell ihrer Nüsse wurde die Hasel als Aphrodisiakum verwendet: Zu Pulver gebrannte Haselrinde bzw. Haselholzmehl wurde ins Essen gemischt, oder es wurde Haselnussöl verwendet. Auch das Essen von puren Nüssen soll wahre Wunder wirken…

Mythologie
Die  Hasel spielt in der keltischen Mythologie eine große Rolle. Als "Hasel der Weisheit" galt sie den Barden als Inspiration.
Die Germanen umzäunten ihren Ratsplatz (Thing) mit Haselstäben. Der Haselstrauch war dem Gott Thor geweiht, der Stiel von Thor's Hammer soll aus einem Haselstecken gefertigt gewesen sein.
Im griechisch/römischen Mythos wird die Hasel mit Hermes/ Mercurius assoziiert. Hermes Stab ist ein Haselstab.
Der von 2 Schlangen umwundene Caduceus (Hermesstab) ist heute noch Symbol der Heilkunde.
Im Schamanentum schützt die Hasel vor chaotischen Kräften, Blitz, Feuer, Schlangen, Krankheit und Zauber. Sie hilft gegen alles, was wider den Geist gerichtet ist. Bis in unsere Zeit.
Die Anthroposophen umpflanzen das Goetheanum (Dornach) mit einem Wall aus Haselsträuchern.

Besonderes
Die Energie der Haselnuss bringt einen zurück in Einklang mit seinem natürlichen Biorhythmus, sie lindert den Kontrollzwang, bringt stattdessen die Freiheit, schwach sein zu dürfen, ohne sich selbst dafür verurteilen zu müssen.


Namen
Augstnuss (Schwaben), Drateln, Frau Hasel, Hagnuss (Bern), Hasel (Norddeutschland), Haselbaum (Norddeutschland), Haselbusch, Haselbusk (Nordwestdeutschland), Haselnot, Haselstude (mittelhochdeutsch), Hasesnot (mittelniederdeutsch), Hasilboum, Haslen (Bern), Hasliholz (St. Gallen), Haslistude (St. Gallen), Hassel (Unterweser), Hasselboum, Hasselbusch (Norddeutschland), Hasselnäss (Siebenbürgen), Hasselstrach (Siebenbürgen), Hasselstaude, Hasselnot, Hasselstruk (Nordwestdeutschland, niederdeutsch), Haxelnuss, Hesele (mittelhochdeutsch), Heselinholz (mittelhochdeutsch), Heslinholz (mittelhochdeutsch), Hesse, Hüselte, Klaeterbusk (Bremen), Kätzlein, Klöterbusch (Hamburg), Märzennudeln, Nööthbusch (Mecklenburg), Nussblüh.